Mittwoch, 27. Mai 2009

Der Bär am Wasserfall

Vor langer langer Zeit verliess ein Bär seine Höhle, in der er bis dahin glücklich mit seiner Freundin der Katze gelebt hatte, und zog aus um in der Ferne eine neue Heimat zu finden. In seiner alten Heimat war das Futter rar geworden, sodass es nicht mehr für beide ausreichte und beide Angst hatten zu verhungern. Der Bär sagte zur Katze: "Katze, ich gehe hinaus in die weite Welt werde für uns einen Ort finden an dem wird es Futter geben, in Hülle und Fülle. Wenn ich diesen Ort gefunden habe, werde ich soviel Futter sammeln wie ich tragen kann und es zu Dir bringen." Die Katze sagte: "Gut Bär, ich werde in der Zwischenzeit hier weiter auf Futtersuche gehen." Der Bär machte sich auf den Weg und fand nach tagelanger Reise einen Wald, der nahe an einem grossen Fluss gelegen war. Hier schien es genügend Nahrung zu geben. Er beschloss dort sein Lager aufzuschlagen. Er suchte sich im Wald eine kleine Höhle und richtete sich so gut es ging häuslich ein. Nun sammelte er Futter, tagein und tagaus. Nach einer Woche hatte soviel Futter gesammelt das er es kaum noch tragen konnte. Er machte sich auf den Heimweg zu seiner Gefährtin der Katze. Bei seiner Ankunft freute sich die Katze so sehr, ihren besten Freund unversehrt und mit beiden Tatzen voller Futter wiederzusehen, dass sie ihm um den Hals fiel und minutenlang herzte. Nach zwei Tagen trauter Zweisamkeit sagte die Katze plötzlich: "Bär, viel Futter hast Du gebracht, aber es wird nicht mehr lange reichen. Das Futter das ich gesammelt habe ist auch schon fast aufgebraucht. Wir brauchen mehr, sonst werden wir doch noch verhungern." Der Bär sagte: "Ich werde erneut aufbrechen und am Grossen Fluss Futter sammeln. In einer Woche bin ich zurück." Der Bär machte sich auf die Reise und kehrte nach einer Woche wie versprochen mit beiden Tatzen voller Futter zurück. So verging ein ganzes Jahr in dem der Bär Woche für Woche zum Grossen Fluss zog um Futter für sich und die Katze zu sammeln.

Eines Tages, Bär und Katze saßen beisammen, sagte der Bär: "Ich bin müde Katze. Diese langer Märsche und das ewige Futtersuchen haben mich total erschöpft. Ich laufe jetzt schon seit einem ganzen Jahr jede Woche zum Fluss hin, sammle Futter und laufe wieder zurück. Wir müssen eine andere Lösung finden". Sie überlegten kurz wie das Problem wohl zu lösen wäre und kamen zu dem Schluss das sie ihr altes Heim aufgeben und zusammen am großen Fluss leben sollten. Dort hätten sie Futter, wären jeden Tag beieinander und der Bär müsste nicht mehr soweit laufen. Der Bär sagte: "Gut Katze, so werden wir es machen. Aber meine Höhle im Wald am Grossen Fluss ist zu klein für uns zwei. Ich werde mich morgen auf den Weg machen und im Wald eine größere Höhle suchen. Sobald ich eine gefunden habe schicke ich Dir eine Nachricht und Du folgst mir." Der Bär ging in den Wald am Grossen Fluss und suchte nach einer Höhle die groß genug war, für ihn und seine Gefährtin. Im Wald und am Fluss aber konnte er keine Höhle finden, überall lebten bereits andere Tiere. So musste er außerhalb des Waldes und fernab des Großen Flusses suchen. Auf einer Lichtung fand er schließlich einen alten ausgehöhlten Baum. Er schaute hinein und er schien unbewohnt. Er sagte: "Hmm, das ist eine gute Behausung für die Katze und mich. Hier werden wir wohnen." Er dachte an die Katze und wie er ihr denn die gute Nachricht zukommen lassen könne. Da fiel ihm ein kleiner Zeisig ein, den er schon des öfteren beim Futtersuchen gesehen hatte und der ihn immer mit seinem Gesang den Arbeitstag verschönt hatte. So ging er zum Zeisig und bat ihn zur Katze zu fliegen und ihr die frohe Kunde zu überbringen. Der Zeisig war ein herzensguter Gesell und hätte dem Bären diesen Gefallen nie abschlagen können. So flog der Zeisig los und überbrachte der Katze die Nachricht. Die Katze, von der guten Nachricht beflügelt, packte in Windeseile all ihr Hab und Gut zusammen und machten sich auf den Weg zum Bären. Der Zeisig wies ihr den Weg und begleitete sie mit seinem lustigen Gesang. So überquerte sie den Grossen Fluss, durchstreifte den Wald und kam schließlich zu der Lichtung mit dem ausgehöhlten Baum, wo auch der Bär schon auf sie wartete. Der Bär sprach: "Es ist schön Dich wieder bei mir zu haben Katze." Und die Katze erwiderte: "Ja Bär, jetzt werden wir ein glückliches Leben führen." Wieder fielen sich die beiden um den Hals und drückten und herzten sich. Nun sammelten sie zusammen jeden Tag Futter und für beide schien das Glück perfekt. Wenn es da nicht die anderen Tiere gewesen wären. Irgendwie waren diese Tiere anders als die sie bisher kannten und keiner wollte sich so recht mit ihnen anfreunden. So kam es das ihnen ihre alten Freunde und ihre Familien von Tag zu Tag mehr fehlten. Sie sehnten sie zurück nach der Zeit in der sie sich im Kreise der Familie geborgen fühlten und viel Spaß mit ihren Freunden hatten. Also beschlossen sie ihrer Familie und ihren Freunden so ab und zu einen Besuch abzustatten. Beim Wiedersehen fühlten sie wieder die Wärme die die Herzen durchströmt wenn man sich mit geliebten Geschöpfen umgibt. Sie versuchten von nun an so oft wie möglich Familie und Freunde zu besuchen. Aber es reichte ihnen nicht die Familien und Freunde nur so ab und zu zu sehen und als nun auch noch eine schwere Krankheit über die Familien hereinbrach, entschlossen sich Bär und Katze ihre Behausung zu verlassen und wieder in ihre alte Gegend zu ziehen. Sie packten also ihre Sachen und machten sich auf den Weg, weg vom Grossen Fluss, zurück in ihre alte Heimat. Dort angekommen richteten sie sich eine Höhle ein und kümmerten sich um die kranken Familienangehörigen. Da aber immernoch das Futter in dieser Gegend knapp war musste der Bär wieder jede Woche zum Grossen Fluss gehen um dort Futter für ihn und die Katze zu sammeln.

Als der Bär wiedereinmal vom Grossen Fluss heimkam, setzte er sich müde und abgeschlagen in die Ecke der Höhle genau vor das NETZ einer kleinen Spinne. Die Spinne hatte es sich hier vor einiger Zeit gemütlich gemacht und weder der Bär noch die Katze störten sich daran, ganz im Gegenteil. Es hatte sich nämlich herausgestellt das es eine sehr kluge Spinne war und sie auf fast jede Frage eine Antwort wusste. Und so kam es das der Bär sich der Spinne zuwendete und sprach: "Liebe gute Spinne, schon wieder ist ein Jahr vergangen in dem ich Woche für Woche an den Grossen Fluss ziehe um Futter für die Katze und mich zu suchen. Ich möchte das nicht mehr, ich möchte bei der Katze sein, jeden Tag. Kannst Du mir sagen was ich tun kann?" Die Spinne antwortete: "Bär, Du guter alter Freund, hör auf meinen Rat. Hinter unserem Wald, hoch oben auf dem Berg, lebt ein Elch. Dieser Elch ist weise und kann Dir sicher helfen. Geh zu ihm und bitte ihn um Rat." Der Bär bedankte sich bei der Spinne und legte sich schlafen. Gleich am nächsten Tag, in aller Frühe, machte sich der Bär auf den Weg. Er durchquerte den Wald und stieg den Berg hinauf. Hoch oben auf dem Gipfel stand der Elch und graste. Der Bär sprach zum Elch: "Du musst der weise Elch sein, von dem die Spinne mir erzählt hat. Ich hoffe Du kannst mir helfen." Darauf erwiderte der Elch: "Was kann ich für Dich tun, Bär?". Der Bär erzählte von den langen Märschen zum Grossen Fluss und vom Futter sammeln, von der Katze und der Sehnsucht welche die beiden verspürten wenn sie getrennt waren. Der Elch hörte aufmerksam zu und als der Bär geendet hatte sprach er: "Bär, Du nimmst viele Strapazen auf Dich um für die Katze und Eure Familien zu sorgen. Ich möchte Dir gern helfen. Hör genau auf das was ich Dir sage. Dort hinten, hinter dem Hügel, verläuft ein kleiner Fluss. Dieser wird weiter unten zu einem reißenden STROM und ergießt sich als mächtiger WASSERFALL ins Tal, direkt in einen Bergsee. Der WASSERFALL versorgt den See mit frischem Wasser und die darin lebenden Fische mit Sauerstoff. Ich möchte das Du über den WASSERFALL wachst, fünf Tage in der Woche, von Sonneaufgang bis Sonnenuntergang. Gib Acht das der STROM nie versiegt. Als Lohn sollst Du soviele Fische aus dem See bekommen wie Du und die Katze zum Leben brauchen". Der Bär sagte: "Das will ich tun! Ich werde Dich nicht enttäuschen!". Der Bär kletterte den Berg hinab und lief so schnell er konnte zur Katze um ihr die Neuigkeiten zu berichten. Die Katze freute sich über die guten Nachrichten und auch der Bär war froh das nun endlich die langen Märsche ein Ende haben sollten. Der Bär sprach zu Katze: "Meine liebe Katze, so lange waren wir nun die Woche über getrennt und nur am Wochenende zusammen. Der Elch sagte ich soll zur zweiten Jahreshälfte zum WASSERFALL gehen. Bis dahin ist noch Zeit. Lass uns doch die restliche Zeit zusammen verbringen, nur wir zwei, und uns von den Strapazen erholen." Die Katze sagte: "Ja, mein guter alter Bär, lass uns ans Meer gehen und den Sonnenuntergang genießen. Dort werden wir schnell all unsere Sorgen vergessen und uns gut erholen."

So werden Katze und Bär bald zum Meer gehen. Der Bär wird nach ihrer Rückkehr an den WASSERFALL gehen und diesen bewachen. Die Katze wird weiter Futter in der Umgebung sammeln und beide werden ihrer Höhle leben, wieder vereint und glücklich - bis an ihr Lebensende. ...





Mittwoch, 13. Mai 2009

Alle Jahre wieder, Klausdorf..!

Servus Leute, ich wollte mal die Resonanz checken...
Besteht Interesse in diesem Jahr ein Klausdorfevent mit dem üblichen Programm zu starten? Bei wenig Resonanz gehe ich von erheblichem Interesse aus und das Ganze startet am:

11.07.2009

Also wenn ihr da noch nix vorhaben solltet, ist der Termin ab Lesen dieser Nachricht belegt!!

VG, die Mellener